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Kirchliche Nachrichten Gäufelden
Wochenspruch : Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes. (Lk 13,29) EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE NEBRINGEN Buchenstraße 29 Pfarrer Christoph Hofius Telefon 7 55 67, Fax 7 50 46 E-Mail :
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Homepage: www.ekn-online.de Sprechzeiten im Pfarrbüro, Frau Eitelbuß dienstags und donnerstags von 9.30 - 12.00 Uhr
Dienstag, 24.1.
19.30 Uhr Jugendhaus "Tankstelle" Mittwoch, 25.1. 14.30 Uhr Konfirmandenunterricht 17.30 Uhr Mädchenjungschar 19.30 Uhr Kirchenchorprobe Donnerstag, 26.1. 16.00 Uhr Kinderstunde 18.00 Uhr Bubenjungschar - Pommesparty Freitag, 27.1. Abfahrt Konfirmanden-Wochenende
Hinweise Wechsel in der Kirchenpflege Mit Ablauf des vergangenen Jahres ist unsere langjährige Kirchenpflegerin Brigitte Köhler altershalber und auf eigenen Wunsch aus ihrem Amt ausgeschieden. 15 Jahre lang war Brigitte Köhler als Kirchenpflegerin für den Zahlungsverkehr und die Vermögensverwaltung in unserer Kirchengemeinde zuständig, sowie für die Gebäude- und Personalverwaltung. Über die vielfältigen alltäglichen Aufgaben der Kirchenpflege hinaus begleitete sie auch die Bauprojekte in unserer Kirchengemeinde: Die Außenarbeiten am Dach und an der Entwässerung der Stephanskirche, zwei stellenwechselbedingte Renovierungen des Pfarrhauses, die nun laufende Innenrenovierung der Stephanskirche mit Anbau eines Eltern-Kind-Raumes mit behindertengerechtem WC ... und viele ‚kleinere‘ Veränderungen. Mit der Pflege der Gebäude und des Vermögens der Kirchengemeinde verband sich bei Brigitte Köhler immer der Wunsch, die Voraussetzungen für ein lebendiges Gemeindeleben zu schaffen. Gemäß dem Amtsversprechen einer Kirchenpflegerin erfüllte sie ihre Aufgaben „im Aufsehen zu Jesus Christus ... und im Dienst der Verkündigung des Evangeliums". Brigitte Köhler wusste dabei auch um die Grenzen menschlichen Planens und Wirkens. In der Mönchsregel des Benedikt wird es ausgedrückt mit dem Begriff „Ora et labora" - „Bete und arbeite!"; und genau so hat Brigitte Köhler im Amt der Kirchenpflegerin gelebt.
Wir danken Frau Brigitte Köhler sehr! Wir wünschen ihr von Herzen, dass sie auch in den kommenden Jahren Gottes reichen Segen erfahre, und freuen uns, dass wir einander verbunden bleiben in der Kirchengemeinde. Die Nachfolge von Brigitte Köhler hat zum 1. Januar Volker Kühling angetreten. Er wurde bereits im vergangenen Jahr einstimmig von der Gemeindeleitung zum Kirchenpfleger gewählt und im Gottesdienst am Sonntag, den 15. Januar, offiziell in sein Amt eingeführt. Wir freuen uns, dass er sich nun an dieser Stelle in die Gemeinde einbringt. Wir wünschen Herrn Volker Kühling für die neue Aufgabe Freude und Kraft, in allem die Gewissheit, dass Gottes Segen ihn begleitet.
Einladung! Jeden Donnerstag von 18.00 Uhr - 19.30 Uhr findet im Gemeindehaus in Nebringen (Waldstraße 2) die Bubenjungschar statt. Nächste Woche DONNERSTAG, am 26.01.2012, haben wir eine POMMESPARTY mit Spielen rund um die Kartoffel und anschließendem Pommesessen geplant. Kommen dürfen alle Jungs ab 8 Jahren. Wir freuen uns auf Dich und Deine Freunde! Dein Jungscharleiterteam Simon, Andi und Patrick (Wenn Du noch Fragen hast, darfst Du Dich gerne melden. Simon Ullmann Tel: 74834) Bericht aus der öffentlichen Sitzung vom 16.01.2012 Kirchenrenovierung Die Kirchenrenovierung schreitet weiter voran. Momentan ist der Restaurator am Werk mit der Überarbeitung des Holzwerks. Die Fußbodenheizung samt Estrich ist mit Ausnahme des Chorraums verlegt. An Eigenleistungen stehen jetzt die Bearbeitung der Kirchenbänke auf der Empore und - sobald das Glasdach am Anbau fertiggestellt ist- der Trockenausbau dort an. Am kommenden Sonntag 22. Januar wird die Kirche im Anschluss an den Gottesdienst wieder geöffnet, um allen Interessierten einen Einblick über den Stand der Bauarbeiten zu ermöglichen. Die Ortskirchliche Verwaltung befasst sich in den nächsten Tagen vor Ort mit der Ausgestaltung des Kirchenraums. Architekt Schmidt wird modellhafte Vorschläge zur Ausleuchtung sowie zur Gestaltung der Fenster und des Altars machen. Festgelegt wurde der Bodenbelag. Anstelle der ursprünglich vorgesehen Keramikfliesen kommt nun ein Natursteinbelag zum Einbau, den die örtliche Firma Hirneise angeboten hat. Der Mehrpreis des tellergestrahlten und gebürsteten grau-gelb-bunten Jurasteins von ca. 1,500 € zuzüglich ca. 5.000 € Mehrkosten für die aufwändigere Verlegung wurde angesichts der Qualität, des optisch wesentlich besseren Eindrucks, des geringeren Pflegeaufwands und der langen Lebensdauer akzeptiert. In den nächsten Wochen laufen die Außenarbeiten an der rollstuhlgerechten Rampe von der Breitestraße her wieder an. Anstelle der Bruchsteine werden entsprechend dem Vorschlag der bauausführenden Fa. Treftz Stelen aus gelblichem Granit zum Abfangen des doch ganz erheblichen Höhenunterschieds verwendet. Stützmauern aus Bruchsteinen bis zu einer Höhe von nahezu einem Meter wären auf engem Raum statisch bedenklich und nur mit hohem finanziellen Aufwand dauerhaft zu realisieren. Die Mehrkosten von rd. 2.400 € hofft man über den Verkauf der dann nicht mehr benötigten Bruchsteine etwas verringern zu können. Kassenprüfungen Im Zuge der Übergabe der Amtsgeschäfte von Kirchenpflegerin Brigitte Köhler an den neuen Kirchenpfleger Volker Kühling wurde die Prüfung der kirchlichen Kassen durchgeführt. Diese ergab keinerlei Beanstandungen. Mit herzlichem Dank an Frau Köhler wurde attestiert, dass sich die Kassen-, Buchungs- und Rechnungsführung in einem vorbildlichen Zustand befindet. Sonstiges Der Opferplan für das erste Halbjahr 2012 wurde aufgestellt. Die Mitgliedschaft im Verein KZ Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen eV wurde grundsätzlich befürwortet. Für den 22. Mai d.J. ist lt. Mitteilung der Gemeindeverwaltung ein verkaufsoffener Sonntag im Gewerbegebiet Gäufelden vorgesehen. Seitens der Kirchengemeinde werden derartige Veranstaltungen an Sonntagen allerdings grundsätzlich nicht befürwortet. Weitere Beratungspunkte waren der Rückblick auf den letzten Mitarbeiter-Dankabend, die Gottesdienstordnung im Hinblick auf das Stille Gebet, die Bereitschaft, der katholischen Kirchengemeinde drei Bühnenpodeste zu überlassen und die künftige Festlegung der OKV-Sitzungen am möglichst gleichen Wochentag (Donnerstags). Bauarbeiten in der Stephanskirche Liebe Gemeindeglieder! Trotz äußerlich frostiger Temperaturen treten die Bauarbeiten bei der Kirchenreno-vierung und beim Anbau nun in die ‚heiße‘ Phase. Daher können wir hier auch mit Eigenleistungen gut zu einem raschen Baufortschritt beitragen. Viele Gemeindeglieder haben ja bereits im vergangenen Jahr ihre Bereitschaft zur Mithilfe signalisiert; dafür sind wir sehr dankbar. - Und auf diese Angebote möchten wir nun gerne zurückkommen: Wenn Sie auch Ihre Zeit und Energie für ein paar Stunden investieren möchten und können, dann sagen Sie doch bitte den unten aufgeführten Kontaktpersonen Bescheid - telephonisch oder persönlich. Sowohl an den Wochenenden als auch unter der Woche freuen wir uns über jede Unterstützung und danken bereits im Voraus für Ihren Einsatz. KW 3 - jetzt bis 21/01/ Harald Widmann Tel. 83532
KW 4 - 23/01/ - 28/001/ Pfr. Christoph Hofius Tel. 75567
Gerhard Elser ab 27/01/ Tel. 77748
KW 5 - 30/01/ - 04/02/ Pfr. Christoph Hofius Tel. 75567
Willi Schneider Tel. 73149
KW 6 - 06/02/ - 11/02/ Ulrich Fallscheer Tel. 957025
Pfr. Christoph Hofius Tel. 75567
Zunächst sind Bänke abzuwaschen und teilweise leicht anzuschleifen, dann ab dem Monatswechsel kann man wohl im Anbau tätig werden, während gleichzeitig auf der Empore die Holzfutter der ‚Arkaden‘ entfernt werden müssen. Im Außenbereich sollen gerade an den Wochenenden die arbeiten an der rollstuhlgerechten Rampe weitergehen. 20. Januar 1942 - 20. Januar 2012 Im Januar 1942 kam es in Berlin zu einer der katastrophalsten Besprechungen der Menschheitsgeschichte. In der Villa Wannsee wurde Hitlers Plan zur Deportation und Ermordung der europäischen elf Millionen Juden abgesegnet - während eines anderthalb Stunden dauernden Mittagessens. 90 Minuten, die unter dem Arbeitstitel „Die Endlösung der Judenfrage" standen. - Das Ergebnis dieser Konferenz war der beispiellose Völkermord an sechs Millionen Juden in Europa. Nicht nur das Resultat dieser Konferenz schockiert, sondern auch der Blick auf die geladenen 15 Teilnehmer. Es versammelte sich dort nicht etwa ein ungebildeter Mob von verrohten Nazischergen oder opportunistischen Emporkömmlingen, die durch die Gunst der Stunde, zwar unqualifiziert, aber linientreu an die Macht gekommen waren. Vielmehr waren neun der 15 Teilnehmer promovierte Juristen, Volkswirte und sogar Theologen. Die meisten kamen aus guten, scheinbar geordneten Verhältnissen. Reinhard Heydrich war der Sohn eines Komponisten und Direktors eines Konservatoriums. Wilhelm Kritzinger war Sohn eines Pfarrers. In sieben der 15 Lebensläufe wird explizit auf den christlich-religiösen Hintergrund der Eltern hingewiesen. Bei den Treffen selbst herrschte „deutsche Reinkultur": „Das geht eben sehr ruhig, sehr freundlich, sehr höflich und sehr artig und nett zu, und es werden nicht viele Worte gemacht. Es dauert auch nicht lange. Es wird dann ein Cognacgereicht durch die Ordonanzen und dann ist die Sache ebenvorbei." So erinnerte sich Adolf Eichmann bei seinem Verhör in Israel 1960 an die Sitzung, die das Todesurteil über elf Millionen Menschen fällte. Auch wenn während der Sitzung Klartext geredet wurde und von Vergasung, Erschießung und Zu-Tode-Schinden die Rede war, spiegelt sich dies im Protokoll lediglich als „Sonderbehandlung" wieder. Dass das „Land der Dichter und Denker", das kulturelle Herz Europas, in dem beispielsweise der Buchdruck erfunden wurde, zum Ort der Verbrennung von Büchern und Synagogen wurde und schließlich zur treibenden Kraft der Judenvernichtung in ganz Europa, ist bis heute unfassbar und sprengt das menschliche Verstehen. - Und doch dürfen wir das gerade deshalb nicht vergessen, verdrängen, totgeschwiegen, sondern müssen uns erinnern und uns immer wieder neu wachrütteln lassen, weil auch ‚die‘ Kirche, weil Christinnen und Christen wie Sie und ich in beschämender Weise verflochten gewesen sind; und weil ‚Kirche‘ nach 1945 darüber weithin mit einer Leichtigkeit hinwegging, die erschrecken läßt. Findet Ihr Pfarrer Christoph Hofius.
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